Die bösen Ballerspiele
Wer kennt sie nicht: Die Diskussion um die gefährliche, aggressiv machenden Ballerspiele, durch die eine ganze Generation verblödet und nebenbei zu potentiellen Amokläufern wird (hiermit betone ich, dass ich Amokläufe weder "cool" noch in irgendeiner Weise positiv sehe. Amokläufe sind das Letzte!).
Erst einmal zur Definition von Ballerspielen: Laut dem Duden ein "Computerspiel, bei dem das treffsichere Schießen auf Lebewesen oder Gegenstände im Mittelpunkt steht". Interessant.
Also ist jedes Spiel der Art "Battlefield" oder "Call of Duty" gleichzusetzen mit Spielen wie "3D Jagdsimulator". Paintball wurde übrigens bis vor ein paar Jahren auch als "Killerspiel", die Steigerung von "Ballerspiel", betitelt.
Uns wird immer wieder vorgehalten, wie sehr diese Spiele unsere Gesellschaft herunterziehen. Sobald ein Gewaltverbrechen geschieht, von einem Jugendlichen oder jungen Erwachsenen ausgeführt, werden natürlich Ermittlungen gestartet. Doch sobald der Täter ein "gefährliches Ballerspiel" besitzt, ist der Grund für die Tat schnell gefunden. Die durch das Spiel hervorgerufenen Aggressionen sind aus dem Täter herausgebrochen und trafen das Opfer ungeschützt. Hätte der doch nur eine gute Rüstung gehabt.
Und wer erzählt uns, was die "Ballerspiele" so gefährlich macht? Genau, Willhelm Erhardt Meier (74) oder Ruth Agathe Müller (69). Die Glaubwürdigkeit dieser "Videospielexperten" , wie sie immer bei einschlägigen Talkshows vorgestellt werden, steigert sich erheblich, wenn sie dem Zuschauer im Fernsehen auf ihrem Röhrenbildschirm zeigen, wie gewalttätig doch solche Spiele sind, während sie mit dem Zeigefinder über die Tastatur fahren und versuchen, "https://www.google.de" einzutippen. Mit ihrem Windows XP Rechner und Pentium 4 Prozessor.
Soweit, so gut. Zeit für meine Meinung zu dem Thema. Erstens kann man nicht alle "Ballerspiele" unter einen Hut packen. Ein "GTA V" mit grandioser Story oder ein "Uncharted 3" können nicht einfach mit einem "CoD" oder einem "Counterstrike" verglichen werden, wobei die letzteren auch nicht einfach zusammen gepackt werden können.
Manche Spiele setzen sehr auf eine gute, actionhaltige, emotionale, spannende Story, andere eher auf krasse Action, coole Effekte und grandiose Grafik. Wieder andere haben den Anspruch, sehr realistisch zu wirken, Beispiel die "ArmA" Reihe. Online-Shooter setzen vor allem auf Teamfähigkeit, ohne die man total aufgeschmissen ist. Es bilden sich Clans, gut organisierte Truppen, Freunde.
Es sind zwar alles Videospiele, aber nicht die gleichen. Eine Dogge und ein Chihuahua gehören auch beide zur Spezies Hund, sind aber alles andere als gleich.
Zweitens wird sich mit dem Thema nicht genug beschäftigt, als dass eine gut überlegte Meinung gefällt werden kann. Es sollten sich Leute damit befassen, die ihren PC ohne fremde Hilfe anbekommen und selber schon Erfahrung mit Spielen der Art haben. Weder Politik noch Fernsehen kümmern sich darum, die wachsende Gemeinschaft der "Gamer" zu respektieren, wir sind für sie noch ein größeres Mysterium als das Internet, was schon vielen Angst macht. Es werden junge, intelligente Menschen gebraucht, die selber sehr aktiv sind, zum Beispiel leFloid, der sich sehr für dieses Thema einsetzt. Props an dich, Flo.
Drittens und letztens einmal der Fakt, das bestimmt jeder dritte Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren schon einmal ein "Ballerspiel" gespielt hat. Also ist laut den schon erwähnten "Experten" jeder dritte Jugendliche eine Gefahr für die Gesellschaft, oagr ein möglicher Amokläufer, da die ja auch alle nur wegen der Ballerspiele diese Dinge tun, und sonst niemand Schuld ist, weder Leute, von denen sie früher gemobbt wurden, noch andere, die ihre Waffen offen auf dem Tisch liegen lassen, oder ein bestimmtes Land, in dem man einfach überall solche kaufen kann. Man könnte genauso gut sagen, jeder, der gerne Graubrot mag, ist potenziell für die Bevölkerung gefährlich. Natürlich gibt es Einzelfälle, die wegen der Spiele unschöne Taten verüben, aber es gibt bestimmt auch Leute, die wegen eines ekligen Brotes den Bäcker damit bewerfen.
Und außerdem: Wer schon einmal bei "FIFA" in der 90+3 ein Tor durch pures Glück kassiert hat oder bei "Mario Kart" in der letzen Runde von einem blauen Panzer getroffen wurde, weiß, wobei man sich wirklich aufregt.
Auf bald, Kelminator
Erst einmal zur Definition von Ballerspielen: Laut dem Duden ein "Computerspiel, bei dem das treffsichere Schießen auf Lebewesen oder Gegenstände im Mittelpunkt steht". Interessant.
Also ist jedes Spiel der Art "Battlefield" oder "Call of Duty" gleichzusetzen mit Spielen wie "3D Jagdsimulator". Paintball wurde übrigens bis vor ein paar Jahren auch als "Killerspiel", die Steigerung von "Ballerspiel", betitelt.
Uns wird immer wieder vorgehalten, wie sehr diese Spiele unsere Gesellschaft herunterziehen. Sobald ein Gewaltverbrechen geschieht, von einem Jugendlichen oder jungen Erwachsenen ausgeführt, werden natürlich Ermittlungen gestartet. Doch sobald der Täter ein "gefährliches Ballerspiel" besitzt, ist der Grund für die Tat schnell gefunden. Die durch das Spiel hervorgerufenen Aggressionen sind aus dem Täter herausgebrochen und trafen das Opfer ungeschützt. Hätte der doch nur eine gute Rüstung gehabt.
Und wer erzählt uns, was die "Ballerspiele" so gefährlich macht? Genau, Willhelm Erhardt Meier (74) oder Ruth Agathe Müller (69). Die Glaubwürdigkeit dieser "Videospielexperten" , wie sie immer bei einschlägigen Talkshows vorgestellt werden, steigert sich erheblich, wenn sie dem Zuschauer im Fernsehen auf ihrem Röhrenbildschirm zeigen, wie gewalttätig doch solche Spiele sind, während sie mit dem Zeigefinder über die Tastatur fahren und versuchen, "https://www.google.de" einzutippen. Mit ihrem Windows XP Rechner und Pentium 4 Prozessor.
Soweit, so gut. Zeit für meine Meinung zu dem Thema. Erstens kann man nicht alle "Ballerspiele" unter einen Hut packen. Ein "GTA V" mit grandioser Story oder ein "Uncharted 3" können nicht einfach mit einem "CoD" oder einem "Counterstrike" verglichen werden, wobei die letzteren auch nicht einfach zusammen gepackt werden können.
Manche Spiele setzen sehr auf eine gute, actionhaltige, emotionale, spannende Story, andere eher auf krasse Action, coole Effekte und grandiose Grafik. Wieder andere haben den Anspruch, sehr realistisch zu wirken, Beispiel die "ArmA" Reihe. Online-Shooter setzen vor allem auf Teamfähigkeit, ohne die man total aufgeschmissen ist. Es bilden sich Clans, gut organisierte Truppen, Freunde.
Es sind zwar alles Videospiele, aber nicht die gleichen. Eine Dogge und ein Chihuahua gehören auch beide zur Spezies Hund, sind aber alles andere als gleich.
Zweitens wird sich mit dem Thema nicht genug beschäftigt, als dass eine gut überlegte Meinung gefällt werden kann. Es sollten sich Leute damit befassen, die ihren PC ohne fremde Hilfe anbekommen und selber schon Erfahrung mit Spielen der Art haben. Weder Politik noch Fernsehen kümmern sich darum, die wachsende Gemeinschaft der "Gamer" zu respektieren, wir sind für sie noch ein größeres Mysterium als das Internet, was schon vielen Angst macht. Es werden junge, intelligente Menschen gebraucht, die selber sehr aktiv sind, zum Beispiel leFloid, der sich sehr für dieses Thema einsetzt. Props an dich, Flo.
Drittens und letztens einmal der Fakt, das bestimmt jeder dritte Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren schon einmal ein "Ballerspiel" gespielt hat. Also ist laut den schon erwähnten "Experten" jeder dritte Jugendliche eine Gefahr für die Gesellschaft, oagr ein möglicher Amokläufer, da die ja auch alle nur wegen der Ballerspiele diese Dinge tun, und sonst niemand Schuld ist, weder Leute, von denen sie früher gemobbt wurden, noch andere, die ihre Waffen offen auf dem Tisch liegen lassen, oder ein bestimmtes Land, in dem man einfach überall solche kaufen kann. Man könnte genauso gut sagen, jeder, der gerne Graubrot mag, ist potenziell für die Bevölkerung gefährlich. Natürlich gibt es Einzelfälle, die wegen der Spiele unschöne Taten verüben, aber es gibt bestimmt auch Leute, die wegen eines ekligen Brotes den Bäcker damit bewerfen.
Und außerdem: Wer schon einmal bei "FIFA" in der 90+3 ein Tor durch pures Glück kassiert hat oder bei "Mario Kart" in der letzen Runde von einem blauen Panzer getroffen wurde, weiß, wobei man sich wirklich aufregt.
Auf bald, Kelminator
Kelminator - 27. Nov, 19:01
